Bewegung ist so schön.

Und ich meine damit gar nicht in erster Linie den umfassenden Benefit für unseren Körper.

Ich meine die FREUDE, sich zu fühlen. Mit sich zu sein. Sich zu entdecken. Die Sinnlichkeit des eigenen Körpers zu spüren und seine Kraft zu erfahren. Einen Körper zu haben, ist wundervoll.

Ja, ich weiß: Man kann krank sein. Man kann Schmerzen haben. Ich sage das nicht lapidar dahin – ich habe selbst eine chronische Krankheit. Dennoch: Der Körper ist ein Wunder. Und es kann so eine große Freude sein, mit diesem Körper zu sein.

Es hat lange gedauert, bis ich das wirklich und aufrichtig sagen konnte. Es gab lange Zeiten in meinem Leben, in denen ich mich selbst nicht besonders mochte. Zeiten von Selbsthass, Missmut und Unzufriedenheit mit mir.
Auch meine Bewegung war davon geprägt. Ich habe mich bewegt, um „besser zu werden“: schneller, Leistungsfähiger und stärker. Ich habe meinen Körper genutzt.

Heute ist mein Motiv ein anderes. Heute geht es mir um die Freude, mit mir zu sein: ums DASEIN im Dasein, was mein Selbst miteinschließt.

Ich fordere mich immer noch gerne heraus. Natürlich darf man das. Aber nicht, weil ich danach „wertiger“ oder „besser“ bin. Sondern weil es Spaß macht, herauszufinden, was möglich ist.
Sich zu entdecken. Sich zu fühlen. Sich zu erfahren. Sich zu entfalten.

Diese Sicht verändert so viel.
Denn plötzlich ist das „Ergebnis“ gar nicht mehr so wichtig. Ich mag mich so oder so (nicht immer klappt das, aber meistens).
Dieser freundliche, zugewandte und respektvolle Umgang ist SOOO heilsam.
Wenn das gelingt, stellen sich viele Fragen nicht mehr – oder zumindest anders.

Kann ich es oder nicht? Nicht so wichtig. Ich will mich erfahren.

Werde ich älter? Nicht so wichtig. So bin ich.

Soll ich das machen? Wenn es ermächtigend und „richtig“ ist – klar. Warum nicht?

In diesem Mindset gibt es kein „Scheitern“. Es gibt Erfahrung – und Erfahrung kann mich immer etwas lehren.

Bewegung kann eine POSITIV-SPIRALE in Gang setzen.

Wenn ich mich mehr mag und mit mir verbunden bin, treffe ich „bessere“ Entscheidungen. Ich achte mehr auf mich. Ich spüre, was mir guttut. Weil ich die positive Wirkung fühle, mache ich freiwillig mehr von dem, was mir guttut. Nicht, weil ich „soll“ – sondern weil ich will.  Durch den Körper zu gehen, sich zu fühlen, DA ZU SEIN, ist EMPOWERND.

Dies ist eines meiner Motive, warum ich unterrichte: Menschen dabei zu unterstützen, in eine tiefe, ehrende und liebevolle Verbindung mit sich selbst zu kommen.

Bewegung kann so ein wunderbarer Weg sein. Nicht als weitere Aufgabe auf der Liste. Nicht als etwas, das man tun muss, um „besser“ zu werden. Sondern als Möglichkeit, sich selbst wieder zu begegnen. In FREUDE.

DANKE fürs Lesen. Herzliche Grüße, Nicole

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